Ich kandidiere als Grossrat Kt. Bern – Meine Themen

Digitalisierung und Familien stärken – Für eine kinderfreundliche und zukunftsfähige Gesellschaft im Kanton Bern

Der Kanton Bern steht vor zwei zentralen Zukunftsfragen: Wie gestalten wir die Digitalisierung so, dass sie den Menschen dient? Und wie stärken wir Familien in einem Alltag, der zunehmend komplexer wird?
Beide Themen sind eng miteinander verbunden – und beide zeigen im Kanton Bern konkrete Schwächen, die wir politisch ernst nehmen müssen.

Als Kandidat für den Grossen Rat am 29. März 2026 will ich diese Herausforderungen offen benennen und lösungsorientiert angehen.

1. Digitalisierung im Kanton Bern: Fortschritte – aber nicht für alle

Der Kanton Bern hat in den letzten Jahren wichtige Schritte in Richtung digitale Verwaltung gemacht: Online-Schalter, BE-Login, digitale Formulare, E-Government-Projekte. Das ist grundsätzlich richtig. Doch in der Praxis zeigt sich ein anderes Bild.

Digitale Verwaltung ist oft zu kompliziert

Viele Menschen erleben digitale Behördengänge nicht als Erleichterung, sondern als zusätzliche Hürde:

  • zu viele Portale und Logins,

  • unklare Zuständigkeiten,

  • technische Probleme,

  • fehlende verständliche Erklärungen.

Gerade Familien mit wenig Zeit, Menschen mit tieferen digitalen Kompetenzen oder ältere Personen fühlen sich dadurch ausgeschlossen.

👉 Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein.
Sie muss einfach, stabil und alltagstauglich funktionieren – sonst verfehlt sie ihr Ziel.


Digitale Kluft zwischen Gemeinden

Ein weiteres Problem im Kanton Bern:
Die Umsetzung der Digitalisierung unterscheidet sich stark von Gemeinde zu Gemeinde.

  • Grössere Gemeinden haben Fachpersonal und Ressourcen.

  • Kleinere oder ländliche Gemeinden hinken oft hinterher.

Das führt zu einer ungleichen digitalen Versorgung, abhängig vom Wohnort.

👉 Mein Standpunkt:
Digitale Grundversorgung ist eine öffentliche Aufgabe. Der Kanton muss Gemeinden stärker unterstützen, koordinieren und Standards setzen – damit digitale Angebote überall gleich gut zugänglich sind.


Fehlende digitale Kompetenzen

Digitale Angebote nützen wenig, wenn Menschen sie nicht sicher nutzen können. Im Kanton Bern fehlt es an:

  • systematischer digitaler Weiterbildung für Erwachsene,

  • niederschwelligen Angeboten für Eltern,

  • barrierefreien Lösungen für Menschen mit Einschränkungen.

👉 Digitalisierung ohne Bildung schafft neue Ungleichheiten.
Ich setze mich für eine breite digitale Grundbildung über alle Generationen hinweg ein.

2. Familien im Kanton Bern: Unterstützung vorhanden – aber schlecht vernetzt

Familien leisten enorm viel – gesellschaftlich, wirtschaftlich und sozial. Trotzdem erleben viele Familien im Kanton Bern ihren Alltag als finanziell, organisatorisch und administrativ belastend.

Familienpolitik als Flickwerk

Im Kanton Bern gibt es zahlreiche Angebote:

  • Prämienverbilligungen

  • familienergänzende Betreuung

  • Sozial- und Beratungsstellen

Doch diese Angebote sind:

  • auf verschiedene Ämter verteilt,

  • unterschiedlich organisiert,

  • nicht immer einfach zugänglich.

👉 Für Familien wirkt das System oft unübersichtlich.
Was fehlt, ist eine klare Koordination und Nutzerorientierung.


Kinderbetreuung bleibt eine grosse Herausforderung

Trotz Verbesserungen sind für viele Familien:

  • Betreuungsplätze knapp,

  • Kosten hoch,

  • Öffnungszeiten wenig flexibel.

Gerade Familien, die Beruf, Betreuung und Pflege von Angehörigen vereinbaren müssen, geraten unter Druck.

👉 Familienfreundliche Politik bedeutet:
Verlässliche, bezahlbare und flexible Betreuungsangebote – angepasst an die Realität heutiger Familien.


Digitalisierung im Sozial- und Familienbereich mit Risiken

Auch Sozial- und Familiendienste werden zunehmend digitalisiert. Das bietet Chancen – birgt aber Risiken:

  • Mehr Administration statt mehr Zeit für Menschen

  • Standardisierung statt individueller Lösungen

  • Gefahr, dass Familien sich nur noch als „Fallnummern“ fühlen

👉 Mein Grundsatz:
Digitale Systeme müssen Fachpersonen unterstützen – nicht ersetzen.
Der Mensch muss im Zentrum bleiben.

Mein Versprechen an Sie:

Meine politische Arbeit im Grossen Rat soll auf drei klaren Leitlinien basieren:

Digitalisierung sozial und chancengerecht gestalten – nicht technologisch um jeden Preis
Familien entlasten und stärken – wirtschaftlich, organisatorisch und gesellschaftlich
Digitale Teilhabe für alle Generationen – von Kindern bis Senior:innen

Ich setze mich dafür ein, dass Digitalisierung und Familienpolitik keine getrennten Themen bleiben – sondern sich gegenseitig stärken. Eine starke digitale Infrastruktur kann das Leben von Familien erleichtern, wenn sie sicher, inklusiv und alltagstauglich gestaltet ist.

Nur so schaffen wir einen Kanton Bern, in dem Familien gerne leben, arbeiten und Zukunft gestalten – digital wie analog.

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