Am 10. November 2025 habe ich im Gemeinderat Köniz eine umfassende Interpellation zum Thema «Köniz als Smart Village» eingereicht. Die digitale Transformation betrifft heute alle Lebensbereiche – von der öffentlichen Verwaltung über Mobilität bis hin zur Energieversorgung. Viele Schweizer Städte und Gemeinden sind längst auf dem Weg, smarte Technologien zu nutzen, um Ressourcen effizienter zu verwenden, Kosten zu senken und die Lebensqualität zu erhöhen.
Köniz darf hier nicht zurückfallen.
Während Städte wie Zürich bereits seit Jahren eine klar definierte Smart-City-Strategie verfolgen und Gemeinden wie Ittigen als Modell der lokalen Digitalisierung gelten, schöpft Köniz dieses Potenzial bisher kaum aus. Gleichzeitig steigen die betrieblichen Aufwände laut IAFP 2026 in Millionenhöhe an – ein klares Zeichen dafür, dass die Gemeinde neue Wege braucht, um effizienter zu werden.
Warum Smart Cillage?
Bekanntlicherweise ist Köniz weder Stadt noch Land. Deshalb habe ich mir das Wortspiel aus City und Village erlaubt und die IP Smart Cillage genannt. Smart-Village-Lösungen bieten die Chance,
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Energie und Ressourcen sparsamer einzusetzen,
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Prozesse und Abläufe zu beschleunigen,
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Dienstleistungen zugänglicher und moderner zu gestalten,
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Umwelt- und Klimaziele konkret zu unterstützen,
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und Unternehmen bessere Rahmenbedingungen zu bieten.
Beispiele aus anderen Gemeinden zeigen: Intelligente Strassenbeleuchtung, automatisiertes Abfallmanagement, digitale Bewilligungsprozesse oder smarte Gebäudesteuerungen sind heute keine Zukunftsmusik mehr – sie sind Realität.
Meine Fragen an den Gemeinderat
In der Interpellation fordere ich Transparenz darüber, wo Köniz heute steht und wohin wir uns entwickeln wollen. Der Gemeinderat wurde gebeten Stellung zu nehmen zu Themen Wie Smart-City Planung und Projekten, Nutzung von Fördergeldern aus Kantons- und Bundesebene, Kooperationen und Partnerschaften, Digitalisierung der Verwaltung, aber auch zu elektronischen Identitäten und Unterschriften sowie den e-Voting und e-Collecting.
Köniz steht finanziell vor grossen Herausforderungen. Gleichzeitig werden die Erwartungen an eine moderne und effiziente Verwaltung immer höher. Smart-Village-Ansätze bieten genau dort Lösungen:
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Energie sparen durch intelligente Steuerungen
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Kosten senken durch Automatisierung
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Prozesse beschleunigen dank digitaler Abwicklung
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Lebensqualität steigern durch bessere Dienstleistungen
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Attraktivität für Unternehmen erhöhen durch digitale Schnittstellen
Damit wir diese Chancen nutzen können, braucht es jedoch eine klare Vision, konkrete Projekte und eine transparente Kommunikation.
Mein Ziel: Köniz zukunftsfähig machen
Mit der Interpellation möchte ich den Dialog anstossen, den politischen Fokus schärfen und sicherstellen, dass Köniz nicht länger im analogen Modus verharrt, während andere Gemeinden voranschreiten.
Köniz hat das Potenzial, ein modernes, nachhaltiges und digital vernetztes Smart Village zu werden – aber nur, wenn wir jetzt handeln.
Ich freue mich auf die Antworten des Gemeinderates und den weiteren politischen Diskurs. Halte Euch auf dem Laufenden!
